vollESSEN!

Art Education

vollESSEN! Ein künstlerisches Projekt über heimischen Essgewohnheiten

Kunstworkshop im Rahmen des KinderKulturMonats Berlin 2012

• Konzept, Organisation und Durchführung

• KinderKulturMonat Berlin 2012 / WerkStatt e.V. / Kunstraum Kreutzberg Bethanien

• mit Schülern der PeterPetersen Grundschule (8-12 Jahren)

• Team: Barbara Antal, Persefoni Myrtsou

Das Projekt „vollESSEN“ zielt auf die Entdeckung und Sichtbarmachung heimischen Essengewohnheiten.

Nach einer selbstständigen, fotografischen Recherche in der eigenen Familie werden die Teilnehmer von den gefundenen oder während des Workshops erfundenen Geschichten ein gemeinsames Kochbuch zusammenstellen und eigenhändig binden.

An die Teilnehmer des Parcours werden Einwegkameras ausgeteilt, die sie nach Hause mitnehmen um die Essgewohnheiten ihrer Familie zu beobachten und mit der Kamera zu dokumentieren: die Vorbereitungsphase, die Aufgaben Aufteilung, die Räumlichkeiten, den Kochprozess und das Essrituale selbst. Essen wir zusammen, oder getrennt? Bei dem Tisch oder im Zimmer? Wie ist der Tisch bedeckt? Durch die Dokumentation können sowohl unsichtbare, intime Essrituale, als auch kulturelle Besonderheiten vom familiären Mikrokosmos zur Erscheinung kommen. Diese Fotos bilden die Grundlage des Workshops.

Das Kochbuch ist von den Autoren handgebunden und beinhaltet nicht nur Kochrezepte, sondern auch zum Thema relevante Geschichten und Phantasieerzählungen, die von den fotografierten Szenen inspiriert wurden.

Als Ausgangspunkt diente die Ausstellung „Hungry City. Landwirtschaft und Essen in der zeitgenössischen Kunst“ im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien.

http://kinderkulturmonat.de/kuenstler/

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Ways – Meine Linie ins Museum / Alfredo Jaar

Art Education

Kunstworkshop

Berlinische Galerie

• Konzept, Organisation und Durchführung

• Berlinische Galerie / Jugend im Museum e.V. / HOWOGE

• Zur Ausstellung: „Alfredo Jaar – The Way it is. Eine Ästhetik des Widerstands“

• Team: Barbara Antal, Judith Metze

Der Workshop nimmt die Ausstellung selbst als ein Ereignis wahr. Die Teilnehmer untersuchen die Ausstellung in seine Gesamtheit als ein besonderes Phänomen. Sie fragen z. B.: Was sehe ich? Was fühle ich? Was fehlt? Welche Themen kann ich entdecken? Mit welchen Mitteln werden diese Themen gezeigt? An was für einem speziellen Ort findet das Ereignis statt? Wie finde ich den Ort Museum? Im Verlauf dieser Untersuchung werden persönliche Schwerpunkte gesetzt und ein individuelles Plakat für die Ausstellung durch Zeichnen gestaltet. Der kollektive Ausgangspunkt der individuellen Arbeiten  ist ein Werk von Alfredo Jaar. Es trägt den Titel: „The eyes of  Gutete Emerita“. Diese Arbeit  Jaars besteht aus einem Leuchttisch mit aufgehäuften Diapositiven, die in tausendfacher Ausgabe das Augenpaar der 30 jährigen Afrikanerin Gutete Emerita zeigen. Der Blick der Afrikanerin  steht für den persönlichen Blick auf die Ereignisse der Welt.

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Jein! Denkobjekte und Fotoemulsion * Ein Ausstellungsprojekt

Art Education, Mediendesign, Photographie
  • Kunstworkshop: 15.03. – 24.05.2011, Institut für Kunst im Kontext – UdK
  • Ausstellung: 18.08. – 8.10.2011, Galerie ART CRU Berlin , Künstlergespräch: 13. 09. 2011 19 Uhr,  Kuratorführung mit Barbara Antal: 30. 10. 2011 17 Uhr
  • Bezugsgruppe: Psychosenerfahrene aus Pinel gGmbH und PrenzlKomm Atelier gemischt mit Künstlerstudenten von der IfKiK – Universität der Künste Berlin
  • Kooperation zwischen der Galerie ART CRU Berlin, Pinel gGmbH, Initiative für Psychischkranken und dem Institut für Kunst im Kontext – Universität der Künste Berlin
  • Die Gruppenausstellung besteht aus 15 Werken von 11 Künstlern: experimentelle Fotoarbeiten, die im installativen Kontext präsentiert werden.
  • Konzeption und Durchführung: Barbara Antal und Mónica Araus-Sieber

Das Projekt Bild als Denkfläche ist Reflexionsraum für das Thema . Es bietet die Möglichkeit, Entscheidungsprozesse in unserem alltäglichen und bewussten Handeln aufzubrechen, zu reflektieren und zu veranschaulichen.

Teilnehmer des Projekts sind KünstlerInnen mit psychischer Beeinträchtigung der Pinel gGmbH (Atelier AGP), des Atelier Prezlkomm und internationalen KünstlerInnen aus dem Instituts für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin.

Unsere Herausforderung ist es miteinander zu kommunizieren und persönliche Erfahrungen bei Entscheidungsprozessen zu begreifen und zusammen nachzuempfinden. Wir denken, dass unsere Entscheidungen eine wichtige Rolle in der Mitgestaltung unserer Gesellschaft spielen.

Bei unserer Recherche gehen wir von den subjektiven, bildreichen Tatsachen aus: von Erinnerungen und Gefühlen aus verschiedenen Entscheidungssituationen der teilnehmenden Künstler. Diese Erzählungen bilden den Gegenstand unsere Beobachtungen und dienen als Ausgangspunkte für unsere künstlerische Arbeit.

Wir kämpfen für die Demokratie des Wissens. Wir möchten die Heterogenität bewahren und voneinander lernen – Erfahrungen und privates Wissen des Einzelnen nutzen, um uns alternativ weiterzubilden. Kunst bietet eine geeignete Möglichkeit, die Machtverhältnisse von Wissen zu brechen und versteckte Wissensformen anzuerkennen. Solche Prozesse sollen nicht an- onym bleiben, sondern in der Öffentlichkeit gezeigt werden, um die kritische Funktion der Kunst zur Geltung zu bringen.

Bei einer Entscheidungssituation treten immer Wechselprozesse auf. Wir hegen Vorkenntnisse, Konditionen, Bedingungen und Kriterien, die wir idealer Weise in Betracht ziehen können. Wir versuchen danach zu handeln. Die beschlossenen Entscheidungen werden vom Zufall beeinflusst und halten uns in permanenter Spannung.

Dies nehmen wir als unser Handlungsprinzip.

Die Gruppe arbeitete über einen Zeitraum von drei Monaten gemeinsam in einem Atelier, Fotolabor und Ausstellungsort. Im Kollektiv wurden Brain- stormingrunden zur Projektthematik durchgeführt, der Austausch von Erfahrungen vorangetrieben und die Ausarbeitung in künstlerischen Werken bis hin zur Ausstellungspräsentation ausgearbeitet.

Die Reflexionen jedes Teilnehmers wurden mit Hilfe einer experimentellen archaischen Fotografietechnik, dem Auftragen einer flüssigen Fotoemulsion auf verschiedene Flächen, sichtbar. Als Fotoemulsion wird eine dünne lichtempfindliche chemische Tinktur bezeichnet, mit der verschiedene Trägermaterialien – wie z.B. Papier, Folien oder Holz – beschichtet werden. Die Flächen können dann wie ein Fotopapier belichtet und verarbeitet werden. Die Eigenschaften dieses Verfahrens ermöglichen eine parallele Beobachtung von eigenen Entscheidungsprozessen. Dabei ist es notwendig, eine genau vorgeschriebene Schrittfolge zu beachten. Dennoch bietet diese Technik (Pinselführung, Belichtung, das Bild an sich) ein breites Spektrum der Spontanität. Die beschlossenen Entscheidungen werden vom Zufall ausbalanciert und halten den Künstler in permanenter Spannung. Nicht alles in diesem Prozess kann kontrolliert werden, wie z.B. die Verformung des Bildes auf der Oberfläche. Genau wie bei einer Entscheidung, liegt es nicht in in unseren Händen alles zu bestimmen. Deswegen wird die Wirkung „Zufall“ einkalkuliert – eine Art nicht beeinflußbare Flexibilität bleibt erhalten. Die Arbeit mit dieser Technik, ermöglicht uns, aus unserem beschleunigten Alltag, aus dem ständigen „Rennen“, auszusteigen und uns Zeit zu nehmen, um zu beobachten und nachzudenken – ein Blick in die Tiefe unserer Entscheidungsprozesse und deren Entstehungen.

Die Werke sind nach einem langen Prozess des gemeinsamen Denkens und der selbstständigen künstlerischen Arbeit entstanden. Sie verkörpern visuelle persönliche Entscheidungsmomente. Gedanken und Erfahrungen kristallisieren sich zu einem Werk. In der Ausstellung „Jein!“- Denkobjekte und Fotoemulsion stehen sie im Dialog zueinander und zum Betrachter.

Barbara Antal und Mónica Araus-Sieber

Video: http://exposureroom.com/62c1a4080565441d89e37a2b1167228b/      (Password: jein)

Katalog: ARTCRU_Jein_Katalog

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Construct / Constructed Ausstellung in Leipizig, Baumwollspinnerei

Mediendesign, Photographie

Construct / Constructed – Selbstgemacht / Hausgemacht / Fremdgemacht

  • Gruppenausstellung 11.09. — 20.09.2010
  • Universal Cube, Baumwollspinnerei Leipizig, HALLE14

Die KünstlerInnen befragen in der Ausstellung Construct – Constructed in den Arbei- ten ihre subjektiven Positionen im Hinblick auf Herkunft, Geschlecht, Nationalität, Religion, Klasse. Die bestimmte Arbeiten sind durch ihre Interdisziplinarität und Pluralität der Arbeitsweisen gekennzeichnet, um einen kulturübergreifenden Dialog sowohl auf einer persönlichen als auch kollektiven Ebene anzustoßen.

Ein wichtiger struktureller und inhaltlicher Aspekt hierbei ist der thematische Verweis, der sich bereits im Titel der Ausstellung andeutet: Construct / Constructed ist eine Konversation und Netzwerkbildung, deren einzelne Positionen die Kunstruktion und „Performativität“ von (KünstlerInnen-)Identität reflektiert und diese in Bezug zur jeweiligen Herkunft und „Zugehörigkeit“ diskutiert.

Die Ausstellung zeigt Vorstellungen und Identifikationsmodelle, die für das postmoderne Individuum und die Gesellschaft bedeutend sind und ist eine Darstellung von Funktionsweisen der Ich-Konstruktion im Verhältnis von individueller und kultureller Identität.

KünstlerInnen: Barbara Antal, Oscar Ardila, Naomi Hennig, Ištvan Išt Huzjan, Jovana Komnenic, Marthe Krüger, Dejan Markovic, Jelena Martinovic, Silvia Marzal, Persefoni Myrtsou, André J. Raatzsch, Katja Sudec, Can Sungu, Anita Surkic

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Gestaltung eines Gedenkorts

Mediendesign

Thematischer Hintergrund: Medizin in der Charité während des Nationalsozialismus

Das Ziel der Arbeitsgruppe:

Gestaltung eines Gedenkortes auf dem Freigelände der Charité (Virchowweg), zwischen dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Eine interdisziplinäre Kooperation zwischen dem Medizinhistorischen Museum der Charité (BMM), dem Institut für Geschichte der Medizin (IGM)- Charité Universitätsmedizin und dem Institut für Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin (IfKiK).

Die international zusammengesetzte Arbeitsgruppe (AG) besteht aus Mitgliedern der drei Institute und kooperiert seit Frühjahr 2010 in regelmäßig statt findenden Workshops zur Erarbeitung von künstlerischen Gestaltungsentwürfen  für den angestrebten Gedenkort.

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ANDERSVIEW

Art Education

 

Kunstworkshop und Ausstellung „Andersview“

  • Bezugsgruppe: Behinderte aus dem Atelier imPerfekt
  • Kunstworkshop: 15.12.2009 – 26.01.2010, Atelier imPerfekt
  • Ausstellung: 12.02. – 13.04.2010, Galerie ART CRU Berlin
  • Künstlerisches und kuratorisches Projekt von Jovana Komenic und Dejan Markovic
  • Beteiligte KünstlerInnen UdK: Barbara Antal, Persefonie Myrtsou, Orkun Sahin
  • Kooperation zwischen der Galerie ART CRU Berlin, dem Atelier im Perfekt und dem Institut für Kunst im Kontext – Universität der Künste Berlin

Projektbeschreibung ANDERSVIEW

Die Ausstellung ist der zweite Teil einer kooperativen Zusammenarbeit, zwischen der Galerie Art Cru Berlin, den Berliner Werkstätten für behinderte Menschen, dem Atelier „ImPerfekt“ und dem Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin (UdK). Ziel des Projektes ist die Thematisierung der Grenzen und Verbindungen zwischen der etablierten und marginalisierten Kunstszene Berlins. Aus diesem Grund luden die AutorInnen des Konzepts, Jovana Komnenic und Dejan Markovic, KünstlerInnen und KuratorInnen, ihre Studienkollegen aus der UdK ein, um einen Workshop mit Menschen mit Behinderung durchzuführen und eine gemeinsame Ausstellung mit den KünstlerInnen aus dem Atelier „ImPerfekt“ umzusetzen. Die beteiligten KünstlerInnen Barbara Antal, Fotografin; Persefoni Myrtsou, Bildhauerin und Orkun Sahin, Filmmacher; führten in einer zweimonatigen Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen aus dem Atelier „ImPerfekt“, Workshops durch. Aus den verschiedenen künstlerischen und biografischen Erfahrungshintergründen der Künstlerinnen und Künstler wurden vielfältige Themen bearbeitet.

In gemeinsamen Gesprächen und während des Arbeitsprozesses entwickelten sich Motive wie Träume und Phantasien, die durch einen Perspektivwechsel in der Ausstellung vorgestelt werden. Entsprechend dem persönlichen Ausdruck und dem Interesse, kreierten die Teilnehmenden fantasievolle Objekte. Manche der WorkshopteilnehmerInnen entdeckten neue Schritte in ihrer künstlerischen Arbeitsweise und gaben ihnen einen neuen Ausdruck.

Die ungewöhnliche Sichtweise ermöglicht dem Betrachtenden den Eintritt in die spezifische Atmosphäre des Ateliers „ImPerfekt“. Die Erfahrungen aus der kreativen Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen der Behindertenwerkstatt in die Ausstellung werden so übertragt, dass die Ergebnisse/ entstandene Werke das Publikum im Raum umgeben. Durch die Licht- und Bewegungsinstallation entstehen Schattenspiele, die Wärme oder Illusionen wahrnehmen lassen können. Mit dem vorgestellten Ausstellungsdisplay gelingt es einen Perspektivwechsel und eine verzaubernde Raumatmosphäre zu schaffen, in dem man die Grenzen überschreiten kann und wo ein Tiger, ein Zeppelin, ein Haus und der Mensch neben einander schweben können, sie gleichzeitig stimuliert und beruhigt. An der Ausstellung werden die Arbeiten, die in der Zusammenarbeit entstanden sind, und die ausgewählten vorherigen Arbeiten aus dem Atelier imPerfekt, zusammen präsentiert.

Der Prozess der Entstehung der eigenen Arbeiten wurde von den TeilnehmerInnen mit Hilfe einer Kamera, aus der eigenen Perspektiven dokumentiert. So wird der Einblick in Arbeitweisen der AutorInnen im ausgestellten Video sichtbar sein.

Der weitere Austausch zwischen den KünstlerInnen aus dem Atelier und das Publikum wird durch das Begleitprogramm, ermöglicht. Im März werden die Gedicht- und Filmabend realisiert, die eine neue Möglichkeit für die persönlichen Kontakte und Gespräche bieten.

Katalog: ANDERSVIEW

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